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Countdown Landtagswahl: Arbeit, Wirtschaft

März 17

Am 27. März ist Landtagswahl im Saarland und die Parteien buhlen nun um eure Stimmen. Aber wofür stehen sie eigentlich? Wie politisch nachhaltig sind sie?
Um euch eine Wahlorientierung bieten zu können, haben wir allen Parteien, die sich zur Wahl stellen, einen Fragenkatalog zukommen lassen, der sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN befasst.
Allen Fragen und Antworten könnt ihr HIER nachlesen.

Tag 8 von 17 – SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum fordert unentwegt Leistung von allen Mitgliedern der Gesellschaft. Viele sind von Burn-Out und Überarbeitung bedroht.

→ Sollte eine Vier-Tage-Arbeitswoche für alle Arbeitnehmer*innen als maximale Normalarbeitszeit gelten?

CDU: Nein.
SPD: Nein.
Der ökologisch notwendige Umbau der Industrie sind die Treiber. Eine Vier-Tage-Arbeitswoche kann zwischen Tarifparteien vereinbart, sollte aber nicht staatlich verordnet werden. Wir setzen auf Gute Arbeit, Faire Löhne und ordentliche Tarifverträge.
Linke: Ja.
Arbeitszeitverkürzung und eine Vier-Tage-Woche sind zeitgemäße Bestandteile einer zukunftsfähigen Arbeitswelt.
Grüne: Nein. Wir setzen uns für flexiblere Arbeitszeitmodelle ein, wodurch die Arbeitszeit besser an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann.
FDP: Nein.
Piraten: Nein.
Die alleinige Forderung von maximal vier Arbeitstagen pro Woche greift zu kurz. Man muss sich gleichzeitig auch Gedanken um die Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche machen. Und außerdem darf man auch die Lebensarbeitszeit nicht außer Acht lassen.
Freie Wähler: Nein. Wir lehnen eine generelle Absenkung der Regelarbeitszeit auf 35 Stunden ab. Uns ist jedoch wichtig, dass Eltern Zeit für ihre Kinder haben und sie das Großziehen neben dem Beruf nicht überbelastet. Wir wollen deshalb gemeinsam mit der Wirtschaft dafür sorgen, dass attraktive Arbeitszeitmodelle und Telearbeit flächendeckend möglich werden.
bunt.saar: Nicht abschließend beraten oder beschlossen.
Humanisten: Nein. Es sollte Menschen freigestellt sein, ob sie 4 Tage oder 5 Tage arbeiten wollen. Eine Festsetzung auf 4 wäre ein unzulässiger Eingriff in die Selbstbestimmung der Menschen.
Gesundheitsforschung: Ja. (Begründung siehe Frage 1)
SGV: Nein. Nicht die Länge der Arbeitszeiten sind der Grund für die körperliche und psychische Belastung der Arbeitnehmer/innen, es ist die Quantität der auferlegten Arbeiten. Durch rücksichtslose Sparmaßnahmen bei der Personaldecke wurde dem einzelnen Arbeitnehmer zusätzliche Arbeit aufgebürdet, deren Bewältigung nun nicht nur zu einem erhöhten Krankenstand führt. Eine Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichbleibenden Arbeitsaufwand würde diesen Effekt nur verstärken.
Volt: Ja. Volt möchte die Erprobung flexiblerer „more-people-working-less“-Modelle, also “mehr-Leute-arbeiten-weniger”-Modelle, erreichen. Der starke Anstieg der Produktivität hat zu einem Ungleichgewicht auf den Arbeitsmärkten geführt. Eine Arbeitszeitreduktion für jeden Einzelnen könnte zu einer Verringerung der strukturellen Arbeitslosigkeit führen und die Arbeitsbelastung verringern.

 

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Details

Datum:
März 17
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