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Countdown Landtagswahl: Konsum und Produktion

März 21

Am 27. März ist Landtagswahl im Saarland und die Parteien buhlen nun um eure Stimmen. Aber wofür stehen sie eigentlich? Wie politisch nachhaltig sind sie?
Um euch eine Wahlorientierung bieten zu können, haben wir allen Parteien, die sich zur Wahl stellen, einen Fragenkatalog zukommen lassen, der sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN befasst.
Allen Fragen und Antworten könnt ihr HIER nachlesen.

Tag 12 von 17 – SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Die Stadt Graz setzt sich bereits seit 2017 gegen das Wegwerfen von Elektrogeräten ein. Zu diesem Zweck wurde eine Reparaturförderung ins Leben gerufen, welche eine Reparatur mit bis zu 100 Euro pro Jahr finanziell unterstützt.

→ Unterstützt Ihre Partei Repartur-Bons?

CDU: Nein.Die CDU Saar wird weiterhin öffentlichkeitswirksame Kampagnen seitens der Landesregierung und weiterer Organisationen und Institutionen unterstützen und fördern, die zur Verbreitung des Wissens zu klimarelevanten Verhaltensweisen in der Bevölkerung beitragen. Hierzu zählen z.B. auch Reparaturcafés.
SPD: Ja.
Wir prüfen die Einführung eines Reparatur-Bonus zur anteiligen Erstattung von Reparaturkosten defekter Haushaltsgeräte.
Linke: Nein.
Das löst unser Problem der Wegwerfgesellschaft nicht. Viele Produkte lassen sich nach wenigen Jahren nicht mehr reparieren, dann nutzt auch ein Bonus nicht. Die Hersteller müssten gesetzlich gezwungen sein, für ihre Produkte eine 10 bis 15 jährige Gewährleistung zur Reparatur zu geben.
Grüne: Ja. Die Einführung eines Reparatur-Bons ist sinnvoll, da dadurch nachhaltiger gewirtschaftet werden kann. Zusätzlich werden die lokalen Dienstleister unterstützt.
FDP: Nein. Eine Reparaturgarantie soll auf europäischer Ebene getroffen werden.
Piraten: Ja. Wir Piraten setzen uns ohnehin bereits gegen die geplante Obsoleszenz und gegen die künstliche Einschränkung der Reparierbarkeit ein. Eine solche Förderung erhöht dann zusätzlich das Interesse, eine technisch mögliche Reparatur auch tatsächlich durchführen zu lassen.
Freie Wähler: Ja. Immer weniger Gegenstände werden so gebaut, dass sie repariert werden können. Oftmals wäre dies mit nur kleinen Änderungen in der Herstellung machbar. Wir kritisieren dies als nicht nachhaltig und wollen den Trend stoppen. Angaben in Form einer Skala sollten den Verbrauchern beim Kauf transparent aufzeigen, wie langlebig das Produkt ist und wie gut es repariert werden kann. Die Unternehmen werden damit angeregt, wieder Ersatzteile zur Verfügung zu stellen und einen Kundenservice anzubieten.
bunt.saar: Ja.
Humanisten: Ja. Eine eindeutige Position konnten wir dazu leider noch nicht erarbeiten.
Gesundheitsforschung: Nein. (Begründung siehe Frage 1)
SGV: Ja. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor im Bezug auf Umweltschutz. Jedoch bevorzugen wir es, wenn ein Reparatur-Bonus durch die Hersteller finanziert würde.
Volt: Ja. Um die Nutzungsdauer von Elektrogeräten zu verlängern, möchten wir die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei auf fünf Jahre erhöhen. Zudem möchten wir die Reparaturfähigkeit bereits beim Erwerb durch die Einführung eines Index nach französischem Vorbild sichtbar machen. Zur sachgerechten Verwertung von Altgeräten möchte Volt ähnlich dem Schweizer Modell eine vorgezogene Recyclinggebühr einführen, welche beim Kauf anfällt und die Verwertungskosten gegenfinanziert. Die Idee eines Reparatur-Bons finden wir sinnvoll.

→ Befürwortet Ihre Partei das Verbot von ToGo-Bechern?

CDU: Nein. Verbote sind aus Sicht der CDU zur Erreichung von mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in den seltensten Fällen zielführend. Stattdessen setzen wir auf die Förderung alternativer Systeme, zum Beispiel Pfandbecher o.ä.
SPD: Nein.
Wir treten aber für harte Beschränkungen ein, die ToGo-Becher unwirtschaftlich machen. Sie sind zu einem Symbol einer Gesellschaft geworden, bei der Verbraucher:innen zum Wegwerfen animiert und Ihnen die Notwendigkeit maximaler Flexibilität vortäuscht. Als Land fördern wir daher seit einigen Jahren Mehrweg-ToGo-Becher.
Linke: Ja.
Grüne: Ja.
FDP: Nein.
Piraten: Ja.
Verpackungen sollten möglichst ökologisch nachhaltig sein. Das ist bei ToGo-Bechern in der Regel eher nicht der Fall.
Freie Wähler: Nein.
bunt.saar: Ja.
Humanisten: Nein. Wir unterstützen stattdessen die Innovation von Alternativen und ihre Nutzung.
Gesundheitsforschung: Nein. (Begründung siehe Frage 1)
SGV: Nein. ToGo-Becher sollten jedoch entweder mit einem nicht unerheblichen Pfand belegt oder durch Kaufbecher aus umweltfreundlichem, CO2-neutralem Material ersetzt zum Einsatz kommen.
Volt: Ja. Aus unserer Sicht ist es zielführend eine ausgeglichene Kombination aus Push- und Pullfaktoren zu nutzen. Wir wollen ein Verbot von nicht recylebarem Einwegplastik bei der Verpackung von Produkten und setzen Anreize zum Einsatz umweltschonender Materialien und Produktdesigns. Demnach sind wir für ein Verbot von den klassischen ToGo-Bechern.

 

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Datum:
März 21
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